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Das Land Israel

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Wirtschaft

Israels Bruttosozialprodukt (BSP) liegt heute bei knapp $ 17.000 pro Kopf der Bevölkerung. Damit zählt Israel zu den am meisten entwickelten Industrieländem. In den Jahren 1991-1995 erzielte Israel eine der höchsten Wachstumsraten des Bruttoinlandproduktes (3,5-6,7%) in der entwickelten Welt. Tatsächlich liegt die außerordentliche Wirtschaftsleistung des Landes in diesem Wirtschaftswachstum, das trotz einer Reihe beträchtlicher Herausforderungen erreicht werden konnte: Aufrechterhaltung der nationalen Sicherheit, wofür annähernd 10-15% des BSP aufgewendet werden, Eingliederung einer großen Zahl von Einwanderern, die "Raison d'etre" des jüdischen Staates, Aufbau einer modernen Infrastruktur als Grundlage für das Wachstum der Wirtschaft, Bereitstellung von öffentlichen Versorgungsdiensten für die Bevölkerung des Landes, wobei die Schwächeren der Gesellschaft besonders berücksichtigt werden müssen.
Der Preis für das beeindruckende Wirtschaftswachstum ist ein ständiges Zahlungsbilanzdefizit, das aufgrund des Ungleichgewichts zwischen Import und Export entsteht. Das sich 1994 auf $ 9,5 Mrd. belaufende Defizit resultierte aus Importen in Höhe von $ 34 Mrd. und Exporten in Höhe von $ 24,5 Mrd. Zwei weitere zu bewältigende Aufgaben sind: die Senkung der Inflationsrate, die bereits von 445% im Jahr 1984 auf 8,1% im Jahr 1995 gedrückt werden konnte; die Aufbringung der für die Schaffung neuer Arbeitsplätze notwendigen Auslandsinvestitionen, damit der, unter anderem, durch die erneute Masseneinwanderung (700.000 im Zeitraum 1889-1995) entstandenen steigenden Arbeitslosigkeit begegnet werden kann.
Histadrut (Allgemeiner Gewerkschaftsverband, gegr. 1920) ist die Dachorganisation der israelischen Gewerkschaften, denen gegenwärtig über 1,5 Millionen Mitglieder aus allen Bereichen der Wirtschaft und der freien Berufe angehören. Als Besitzer vieler Industrieunternehmen ist die Histadrut außerdem einer der bedeutendsten Arbeitgeber im Lande. Die Histadrut unterhält ein weites Netz medizinischer, sozialer und kultureller Dienstleistungseinrichtungen für ihre Mitglieder.


Geschichte

Die bilblische Epoche (ca. 3000 v.d.Z. 538 v.d.Z.)
Die jüdische Geschichte beginnt in der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausends v.d.Z. mit den Patriarchen Abraham, seinem Sohn Isaak und seinem Enkel Jakob. Eine sich im Land ausbreitende Hungersnot zwang Jakob und seine Söhne die Vorfahren der 12 Stämme Israels nach Ägypten auszuwandern, wo ihre Nachkommen versklavt wurden. Moses führte sein Volk einige Jahrhunderte später aus Ägypten heraus in das Land Israel zurück aus der Knechtschaft in die Freiheit. 40 Jahre lang wanderten sie durch die Wüste Sinai, wurden zu einer Nation zusammengeschweißt und empfingen die Zehn Gebote und das Gesetz Moses, das dem monotheistischen Glauben ihrer patriarchalischen Vorfahren Form und Inhalt verlieh.
Unter der Führung von Josua eroberten und besiedelten die israelitischen Stämme das Land und schlossen sich vornehmlich in Zeiten äußerer Bedrohung unter Führern zusammen, die als die Richter bekannt sind. 1028 v.d.Z. wurde unter Saul ein Königreich errichtet; sein Nachfolger David vereinte die Stämme und machte Jerusalem zur Hauptstadt des Landes (ca. 1000 v.d.Z.). Davids Sohn Salomo machte das Königreich zu einem wirtschaftlich mächtigen Land und errichtete in Jerusalem den Tempel für den Gott Israels. Archäologische Funde zeugen von wichtigen städtischen Handelszentren, zu denen die Städte Chazor, Megiddo und Geser gehören, die in der Regierungszeit Salomos gegründet wurden. Nach seinem Tod spaltete sich das Land in zwei Königreiche-Israel (Hauptstadt: Samaria) und Juda (Hauptstadt: Jerusalem)- die während der folgenden zwei Jahrhunderte nebeneinander existierten, regiert von jüdischen Königen und von den Propheten zu sozialer Gerechtigkeit und Einhaltung der Gesetze angehalten.
Die Assyrer fielen 722 v.d.Z in das Königreich Israel ein, und sein Volk wurde zerstreut (die zehn verlorenen Stämme). Juda wurde von den Babyloniem 586 v.d.Z. erobert, die den Tempel in Jerusalem zerstörten und den größten Teil der jüdischen Bevölkerung nach Babylon ins Exil trieben.
  

von Susann Heenen- Wolff,
Susann Heenen- Wolff
Sonstige Artikel:
Ikonographie und Ikonologie
Histologie - Interaktives Lernprogramm
von Rudolf Bock,
Werner Wittkowski
Standard Catalog of World Coins 1901-2000
von George S. Cuhaj
 
   
 
     
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